Pressemeldung vom 18.05.2011
AG Fluglärm Rheingau:
Alternative Flugrouten sind möglich
Neugegründete Arbeitsgemeinschaft AG Fluglärm traf sich in Erbach.
In der wachsenden AG Fluglärm Rheingau haben sich jetzt Bürger und Kommunalpolitiker aus Walluf, Eltville, Kiedrich, Oestrich-Winkel sowie Geisenheim zusammengeschlossen. In den nächsten Tagen sollen Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus allen Rheingau-Kommunen gewonnen werden. Denn die AG-Mitglieder sind überzeugt: Fluglärm ist nicht das Problem einer Gemeinde allein, sondern es betrifft den ganzen Rheingau.
Der Vorsitzende der AG Fluglärm-Rheingau, der Eltviller SPD-Stadtverordnete Walter Fricke berichtete von dem Besuch bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen am 09. Mai mit über 40 Personen aus den betroffenen Rheingau-Kommunen, die sich über die Arbeitsweise der DSF informierten. Organisiert wurde der Besuch von der SPD Oestrich-Winkel. Die anschließende Diskussion bei der Flugsicherung über die neuen Anflugrouten und dem damit verbundenen Fluglärm im Rheingau war, wie Fricke berichtet, so lebhaft und ausgiebig geführt worden, dass der eigentliche Abfahrtermin um eine Stunde auf 22 Uhr verschoben werde musste.
Da es die DFS nach aktuellem Kenntnisstand der AG leider ablehnt, an einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit der Bevölkerung teilzunehmen, will die AG einen adäquaten Ersatz suchen. Aus diesem Grund kann das angekündigte Perspektivgespräch in Eltville erst im Juni stattfinden.
Die Homepage www.Fluglaerm-Rheingau.de wird derweil von den Rheingauern stark genutzt. Die tägliche Besucherzahl steigt täglich, wie der Webmaster Thomas Wieczorek mitteilt. Auch die Anzahl der dort online abgesendeten Protestbriefe aus dem gesamten Rheingau nehme ständig zu.
Die AG will bis zum Perspektivgespräch Mitte Juni alle Nachrichten sammeln, zu einem großen "Protestbrief" zusammenfassen und an die Deutsche Flugsicherung übergeben.
Nach Absicht der Arbeitsgruppe soll allen betroffenen Bürgern im Rheingau ein Forum einschließlich Informationen zur Verfügung gestellt und gemeinsame Aktionen gegen die neue Dimension des Fluglärms organisiert werden. Auch sind in den betroffenen Gemeinden weitere Informationsveranstaltungen geplant. Zudem beabsichtige man, sich mit anderen, sich gegen den Fluglärm wehrenden Gruppen z.B. aus Wiesbaden, Mainz und Hofheim, Rheinhessen auszutauschen und zu unterstützen.
Für die AG steht dem Grundsatz nach fest, dass die jetzigen Routen so nicht akzeptabel, sondern unverhältnismäßig sind. Der Verlauf der Routen und die viel zu niedrige Höhe der Flugzeuge seien intelligent zu optimieren.
Walluf, den 18. Mai 2011
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